Neuigkeiten und aktuelle Entwicklungen

März 2026

Internationaler Frauentag: Frauen mit MCS

Anlässlich des Internationalen Frauentags hat sich die MCS-Atemluftinitiative Schleswig-Holstein erneut mit der Situation von Frauen und Mädchen mit MCS beschäftigt. Frauen sind deutlich häufiger von MCS betroffen, gleichzeitig bleiben ihre Erfahrungen in Forschung, Medizin und Politik oft unbeachtet. Dabei berührt das Thema auch Fragen einer geschlechtergerechten Chemikalienpolitik: Viele chemische Belastungen entstehen in Bereichen, die stark auf Frauen ausgerichtet sind, etwa Kosmetika, Duftstoffe oder Reinigungsprodukte. Besonders deutlich wird dabei die intersektionale Diskriminierung von Frauen mit MCS, wenn Geschlecht, gesundheitliche Beeinträchtigung und Umweltbelastungen zusammenwirken.

März 2026

Rechtslage bei MCS

Ein neuer Hintergrundtext auf unserer Website beleuchtet die rechtliche Situationvon Menschen mit MCS. Chemische Barrieren werden rechtlich kaum erkannt, individuelle chemische Verwundbarkeit bleibt unberücksichtigt und Schutzmechanismen greifen oft nicht. Für viele Betroffene bedeutet das, dass grundlegende Rechte wie Gesundheitsschutz, Versorgung und gesellschaftliche Teilhabe faktisch nicht gesichert sind.

März 2026

UN: Menschenrecht auf saubere Luft beim Human Rights Council

Beim UN Human Rights Council wurde im März 2026 ein Bericht zum Menschenrecht auf saubere Luft vorgestellt. Die MCS-Atemluftinitiative Schleswig-Holstein beteiligte sich zuvor mit einer Stellungnahme am Konsultationsprozess. Darin wird beschrieben, wie chemische Luftbelastungen und Duftchemikalien für Menschen mit MCS zu Barrieren werden und ihre Teilhabe am öffentlichen Leben einschränken.

Februar 2026

Sammlung zahlreicher Studien zu MCS auf unserer Webseite

Wir haben eine Sammlung wissenschaftlicher Studien zu MCS zusammengestellt. Der Überblick umfasst inzwischen mehr als 70 Studien aus verschiedenen Fachgebieten und macht sichtbar, wie umfassend und wie belastbar und fundiert die wissenschaftliche Forschung zu MCS inzwischen ist.

Februar 2026

Studie: Erzwungene Isolation durch unsichtbare Barrieren: Internationale Umfrage zu den Auswirkungen von Duftstoffen auf die Lebensqualität

Frühere repräsentative Umfragen haben gezeigt, dass zwischen 20 und 35 % der erwachsenen Bevölkerung über gesundheitliche Auswirkungen beim Kontakt mit Duftstoffen berichten. Die vorliegende internationale Umfrage unter 3152 Personen mit einer, nach eigenen Angaben, bestehenden Duftstoffunverträglichkeit, befasst sich eingehender mit dieser Situation und erfasst Symptomberichte, Grunderkrankungen, Strategien zum Umgang mit einer Duftstoffsensibilität sowie die Auswirkungen auf die Teilnahme am sozialen Leben und die Lebensqualität.

Oktober 2025

UN: Leitlinien zu mehrfacher und intersektionaler Diskriminierung von Frauen und Mädchen mit Behinderungen

Wir haben eine Stellungnahme zu den besonderen Herausforderungen von Frauen mit MCS im im Rahmen des Beteiligungsprozesses eingereicht. Darin greifen wir die intersektionale Diskriminierung und mehrfache Benachteiligung von Frauen auf. Die Stellungnahme zeigt, wie Umweltfaktoren, Geschlecht und Behinderung zusammenwirken und warum MCS in den Diskussionen über strukturelle Benachteiligung und gesundheitliche Ungleichheit mit berücksichtigt werden muss.

Weitere Informationen und das vollständige Dokument finden Sie im Bereich Positionen und Stellungnahmen.

Luftverschmutzung aus dem Haushalt

Nicht nur Autoabgase verschmutzen die Luft in unseren Städten. Auch chemische Stoffe in Putzmitteln und Kosmetikprodukten tragen dazu bei. Georgios Gkatzelis ist solchen Quellen auf der Spur.

"Mit Messungen am Boden konnten wir in US-Städten bereits nachweisen, dass Haushaltschemikalien die Autoabgase als größte Quelle organischer Spurengase abgelöst haben", so Georgios Gkatzelis vom Forschungszentrum Jülich.

Studie: Accessible Indoor Air in the Built Environment

Goal of the study
This study will explore whether policies that support fragrance-free and scent-free spaces can help reduce or remove barriers in the built environment for people with environmental sensitivities. People with environmental sensitivities may have adverse reactions to something in the environment such as chemicals and perfumes.
Link ASC

Petition für mehr Rechte von MCS-Betroffenen in Europa

Auch in Europa müssen die Rechte Betroffener gestärkt werden.

Verbünden Sie sich und unterschreiben und teilen Sie die Peition, auch wenn Sie nicht selbst betroffen sind.

Wie riecht die Stadt der Zukunft?

Wissenschaftstalk „Spontan gefragt“ am 28.03.

Gestank und Duft - Gerüche beeinflussen das Klima in der Stadt. Darüber redet Markus Hengstschläger mit TUW-Prof. Dominik Stolzenburg und Musikkabarettistin Elli Bauer.

Eintreten für Gendergerechtigkeit bei giftigen Chemikalien: WECF auf der COP des BRS 2025

Zwischen dem 28. April und dem 9. Mai haben sich Regierungsvertreter:innen aus der ganzen Welt in Genf getroffen, um über drei internationale Abkommen zum Schutz der menschlichen Gesundheit und unserer Umwelt vor giftigen Chemikalien und Abfällen zu diskutieren. 

"Die beste und nachhaltigste Lösung besteht darin, die Produktion und Verwendung giftiger Chemikalien einzustellen. Dies kommt allen Lebewesen zugute, unabhängig vom Geschlecht! Das Recht auf eine saubere, sichere, gesunde und nachhaltige Umwelt muss ernst genommen werden. Wie Sonia Buftheim es treffend formulierte: “Lasst uns von Risiken zu Rechten kommen!"

Auch lesenswert: "Geschlecht und Gefahrstoffe" von dem UN-Sonderberichterstatter für Giftstoffe und Menschenrechte, Marcos A. Orellana.

„Emissionen im Wandel: Wie Klimaerwärmung die Luftqualität beeinflusst"

Vortrag vom Forschungszentrum Jülich, 12.06.2025
"Tausende organische Gase – „Duftstoffe“ - gelangen sowohl durch menschliche Aktivitäten als auch durch natürliche Quellen in die Atmosphäre. Dort lösen sie komplexe chemische Reaktionen aus, die sowohl die Luftqualität als auch das Klima maßgeblich beeinflussen."
Zu finden unter den Aufzeichnungen des Forschungszentrums Lübeck:

Duftfreier Arbeitsraum an der Uni Bielefeld

"Alle Nutzer*innen verpflichten sich, am Nutzungstag auf synthetische Duftstoffe wie z.B. Parfüms, Haarspray, Aftershaves oder stark riechende Kosmetik usw. zu verzichten. "

Forschungszentrum Jülich forscht zu Haushaltschemikalien

CHANEL - wie passend, der Name...

Studie: Neurological susceptibility to environmental exposures: pathophysiological mechanisms in neurodegeneration and multiple chemical sensitivity

Neurologische Anfälligkeit für Umweltexpositionen: pathophysiologische Mechanismen in der Neurodegeneration und multiple chemischen-Sensitivität

Die Weltgesundheitsorganisation listet die Luftverschmutzung als eines der fünf größten Risiken für die Entwicklung chronischer nicht übertragbarer Krankheiten, des Beitritts zum Tabakkonsum, des schädlichen Alkoholkonsums, der ungesunden Ernährung und der körperlichen Inaktivität auf. Diese Überprüfung konzentriert sich darauf, wie sich die Abwehrmechanismen von Wirten gegen nachteilige Luftbestrahlungen auf die wahrscheinlichen interagierenden und überlappenden pathophysiologischen Merkmale der Neurodegeneration und der multiplen chemischen Empfindlichkeit beziehen.

CCOHS: Scent-Free Policy for the Workplace

Die Seite beschreibt, warum duftfreie Arbeitsumgebungen ein wichtiger Bestandteil von Arbeitsschutz und Prävention sind. Sie erläutert, wie Duftstoffe gesundheitliche Beschwerden auslösen können, und gibt konkrete Empfehlungen zur Einführung, Umsetzung und Kommunikation von Duftfrei Richtlinien am Arbeitsplatz.
Government of Canada, Canadian Centre for Occupational Health and Safety
 

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