Presseschau

Diese Presseschau dokumentiert ausgewählte Medienberichte und Veröffentlichungen zu MCS, Duftstoffen und chemischer Barrierefreiheit. 

Die Aufnahme eines Beitrags bedeutet keine inhaltliche Zustimmung der MCS-Atemluftinitiative Schleswig-Holstein zu den dort vertretenen Positionen. Einzelne Darstellungen können vom aktuellen wissenschaftlichen und medizinischen Kenntnisstand abweichen und werden in der Regel nicht kommentiert.

Presseschau: Artikel und Medienberichte

Science Norway

Parfümierte Reinigungsmittel belasten die Innenraumluft

Das norwegische Wissenschaftsportal Science Norway berichtet über Forschung zu ultrafeinen Partikeln, die bei der Verwendung parfümierter Reinigungsmittel entstehen. Duftstoffchemikalien wie Limonen und Pinen können mit Ozon in der Raumluft reagieren und dabei große Mengen neuer Partikel bilden.

Bei den untersuchten Reinigungsvorgängen wurden zeitweise Partikelzahlen gemessen, die mit denen an stark befahrenen Straßen vergleichbar waren oder darüber lagen. Der norwegische Lungenfacharzt Øistein Svanes betont, dass solche Expositionen vermeidbar sind und parfümierte Reinigungsmittel keinen zusätzlichen Reinigungseffekt bieten.

13.10.2026
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The Building Sciology Poddie (Podcast, Englisch, mit übersetzbarem Transkript)

Australien: Saubere Innenraumluft ist eine Frage der Barrierefreiheit

Im Interview mit Jess Kismet erklärt Plum Stone, Gründerin des australischen Safer Air Project, warum saubere Innenraumluft als Voraussetzung für Barrierefreiheit und gesellschaftliche Teilhabe anerkannt werden muss.

Schlechte Luftqualität kann Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen den sicheren Zugang zu Schulen, Arbeitsplätzen, Gesundheitseinrichtungen und anderen öffentlichen Räumen verwehren. Dabei geht es nicht nur um luftübertragene Krankheitserreger, sondern auch um Feinstaub, Schimmel und chemische Schadstoffe.

Das Safer Air Project setzt sich deshalb für verbindliche nationale Luftqualitätsstandards ein. Innenraumluft soll nicht länger nur unter technischen Gesichtspunkten betrachtet werden, sondern auch als Frage der Gleichberechtigung und Inklusion.

12. Oktober 2026
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Geneva Solutions

Europa – Forderung nach verbindlichem Menschenrecht auf eine gesunde Umwelt

In einem Gastbeitrag für Geneva Solutions fordern die Juristen Francesca Mingrone und Sébastien Duyck vom Center for International Environmental Law (CIEL), das Recht auf eine saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt auch im Menschenrechtssystem des Europarats ausdrücklich und verbindlich zu verankern.

Fünf Jahre nach der Anerkennung dieses Menschenrechts durch den UN-Menschenrechtsrat kritisieren die Autoren, dass eine entsprechende ausdrückliche Verankerung im Menschenrechtssystem des Europarats weiterhin fehlt.

Ein verbindliches europäisches Rechtsinstrument würde die Verpflichtungen der Staaten stärken, Umweltbelastungen vorzubeugen, schädliche Aktivitäten zu regulieren und Betroffenen wirksame Rechtsmittel zur Verfügung zu stellen. Damit wird auch der menschenrechtliche Schutz vor Umweltverschmutzung gestärkt.

07.10.2026
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Los Angeles Times - Titelseite

USA – Gerichtsverfahren wegen Hotelbeduftung und Diskriminierung

Die Los Angeles Times berichtet über Gerichtsverfahren gegen große Hotelketten in den USA wegen des Einsatzes von Duftstoffen in öffentlich zugänglichen Bereichen.

Die Kläger machen geltend, dass die gezielte Beduftung für Menschen mit chemischen Unverträglichkeiten gesundheitliche Risiken und Zugangsbarrieren schafft. Sie berufen sich unter anderem auf den Americans with Disabilities Act (ADA) und das kalifornische Antidiskriminierungsrecht.

Hotels setzen Duftstoffe gezielt ein, um Kunden zu gewinnen und an ihre Marken zu binden. Für Menschen mit entsprechenden Behinderungen können diese chemischen Emissionen jedoch den Zugang zu den Räumlichkeiten verhindern. Im Mittelpunkt der Gerichtsverfahren steht die rechtliche Verantwortung der Hotels für die von ihnen verursachten Zugangsbarrieren.

3. Oktober 2026
Los Angeles Times – Hauptartikel


Einige Tage später veröffentlichte die Zeitung außerdem Leserbriefe zum Artikel. Darin schildern Betroffene gesundheitliche Auswirkungen von Duftstoffexpositionen und Schwierigkeiten, geeignete Hotels zu finden.
6. Oktober 2026
Los Angeles Times – Leserbriefe

Forschung und Wissen

Duftende Putzmittel können Milliarden Nanopartikel in der Raumluft erzeugen

Duftende Reinigungsmittel können die Innenraumluft erheblich mit ultrafeinen Partikeln belasten. Wie Forschung und Wissen über aktuelle Forschung berichtet, setzen solche Produkte unter anderem Terpene frei. Diese können in der Raumluft mit Ozon reagieren und innerhalb kurzer Zeit Milliarden von Nanopartikeln bilden. Sind gleichzeitig ozonerzeugende Geräte in Betrieb, kann sich die Bildung dieser Partikel zusätzlich verstärken.

Die Ergebnisse verdeutlichen, wie chemische Emissionen aus Alltagsprodukten die Innenraumluft belasten. Für die Verbesserung der Innenraumluftqualität ist daher die Vermeidung unnötiger Emissionsquellen oberstes Gebot.

28. September 2026
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Horizon Magazine – Europäische Kommission

Unsichtbare Luftverschmutzung in Wohnungen, Schulen und Arbeitsstätten

Das Horizon Magazine berichtet über EU-geförderte Forschung zur Luftqualität in Innenräumen im Rahmen des IDEAL-Clusters. Thematisiert werden chemische und andere Luftschadstoffe aus unter anderem Möbeln, Baumaterialien und Reinigungsprozessen sowie Möglichkeiten, Belastungen durch Quellenkontrolle, emissionsarme Produkte, Lüftung, Filtration und Monitoring zu reduzieren.

Der Beitrag zeigt zugleich den wachsenden politischen und wissenschaftlichen Stellenwert gesunder Innenraumluft in Europa.

24. September 2026
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International WELL Building Institute (IWBI)

Neue globale Datenbank zu Regelungen für gesunde Innenraumluft

Das International WELL Building Institute berichtet über die Veröffentlichung der neuen Global Indoor Air Quality Policy Database durch das Pandemic Center der Brown University, MIAI, Air Club und IWBI.

Die Datenbank umfasst in ihrer ersten Version 253 Regelungen aus 53 Ländern. Die Pressemitteilung ordnet ihre Veröffentlichung in die aktuellen internationalen Bemühungen ein, gesunde Innenraumluft stärker in Politik und Regulierung zu verankern.

September 2026 · Englisch
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USA: Campaign against synthetic fragrances

Standing Up to POTS - Gespräch mit Attorney Scott Cole und Dr. Tania Dempsey

Im Podcast „The POTScast“ sprechen der US-amerikanische Rechtsanwalt Scott Cole und die Ärztin Dr. Tania Dempsey über gesundheitliche Auswirkungen von Duftchemikalien und die alltäglichen Schwierigkeiten, Expositionen gegenüber bedufteten Produkten zu vermeiden.

Im Mittelpunkt stehen die weite Verbreitung von Duftstoffen, mögliche gesundheitliche Reaktionen sowie Expositionen in gemeinsam genutzten und öffentlich zugänglichen Räumen. Scott Cole erläutert zudem seine rechtlichen Aktivitäten gegen die Verwendung von Duftchemikalien und Möglichkeiten, den Schutz betroffener Menschen zu verbessern.

13. September 2026 · Podcast ·Englisch
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MDR Thüringen

Multiple Chemical Sensitivity (MCS) – wenn Düfte krank machen

44-minütiger Radiobeitrag über MCS, Beschwerden nach chemischen Expositionen und medizinische Einschätzungen Allergologen (?) und des Umweltmediziners Dr. Kurt E. Müller.

Zur Erinnerung: MCS ist keine allergische Erkrankung und die Darstellung „MCS ist umstritten“ ist nicht mehr zeitgemäß!

29.06.2026
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Tasmanien

Bitte um Duftstoffverzicht: Ein Thema politischer Teilhabe im Parlament

Berichte über die interne Bitte der Abgeordneten Ruth Forrest, bei parlamentarischen Anhörungen auf starke Parfüms und Aftershaves zu verzichten, und über den anschließenden politischen Umgang mit ihrer Mitteilung.

Die Mitteilung war intern, enthielt gesundheitsbezogenen Informationen und war ohne Erlaubnis an die Medien weitergegeben worden. Forrest kritisierte den Vorgang im Parlament und äußerte die Befürchtung, dass damit ein legitimes gesundheitliches Anliegen herabgesetzt und lächerlich gemacht werden sollte. Sie forderte eine Untersuchung und eine öffentliche Entschuldigung.

Die Berichterstattung macht damit zwei miteinander verbundene Barrieren sichtbar: die chemische Exposition selbst und den institutionellen und gesellschaftlichen Umgang mit der Bitte, diese Exposition zu vermeiden.

Mai 2026
Link Pulse Tasmania
Link ABC News Australia

Verbände fordern ein Verbot von Parfüm in Krankenhäusern

La Presse Canadienne

Anlässlich der internationalen Konferenz RESILIENCE 2026 zur Multiplen Chemikalien-Sensitivität berichtet La Presse Canadienne über Forderungen kanadischer Organisationen nach besserer Anerkennung und Unterstützung von Menschen mit MCS. Eine zentrale Forderung ist der Verzicht auf Parfüm in Krankenhäusern.

Der Beitrag thematisiert chemische Expositionen als Hindernis beim Zugang zur Gesundheitsversorgung und berichtet über bestehende Regelungen zum Verzicht auf Duftstoffe in kanadischen Einrichtungen.

6. Mai 2026 · Französisch
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Politische Teilhabe für Menschen mit Behinderung

„Wir müssen komplexe Sprache abschaffen.“ Ein Interview mit Ronja Zierold und Ocean Renner von den Grünen

Politische Teilhabe setzt Barrierefreiheit voraus. Für Menschen mit MCS ist dabei Duftfreiheit eine zentrale Voraussetzung, um an Gesprächen, Veranstaltungen und Entscheidungsprozessen teilnehmen zu können. Im Beitrag setzen sich Ronja Zierold und Ocean Renner dafür ein, Barrieren auch dort abzubauen, wo sie oft übersehen werden, in Sprache und Atemluft. Fehlende Duftfreiheit und komplexe, ausschließende Sprache sind gleichrangige Hürden, die politische Mitwirkung verhindern und Ausgrenzung fortschreiben.

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Pharmazeutische Zeitung

Was Parfüm mit Luftverschmutzung zu tun hat

"Erdölbasierte Produkte wie Farben, Putzmittel, Parfüm oder auch Pestizide tragen zu einer bestimmten Art von Luftverschmutzung genau so viel bei wie Autoabgase"

Ein Beitrag der Pharmazeutischen Zeitung beschäftigt sich mit der Rolle von Duftstoffen und Haushaltschemikalien für die Luftverschmutzung. Forschende weisen darauf hin, dass viele Alltagsprodukte flüchtige organische Verbindungen freisetzen, die zur Bildung sekundärer Luftschadstoffe beitragen können. Der Artikel erläutert, dass Emissionen aus Parfüm, Reinigungsmitteln oder Duftsprays in Innenräumen eine relevante Quelle für luftgetragene Chemikalien darstellen können.

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Austria Presse Agentur

Toxikologin warnt vor Alltagschemikalien

Die Toxikologin Johanna Gostner warnt vor gesundheitlichen Risiken durch Alltagschemikalien, etwa in Haarpflegeprodukten oder Tattoos. Besonders Produkte wie Duftstoffe, Reinigungsmittel oder Kosmetika können eine Vielzahl chemischer Substanzen freisetzen. Auch betont sie, wie wichtig das korrekte Tragen von Schutzausrüstung bei der Arbeit ist. Ihre Forschung soll helfen, schädliche Stoffe besser zu bewerten und die Bevölkerung zu schützen. Der Beitrag weist darauf hin, dass Menschen sehr unterschiedlich auf diese Stoffe reagieren können und dass insbesondere empfindliche Personen gesundheitliche Beschwerden entwickeln können.

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Deutschlandfunk

Parfüm schwächt unser natürliches Oxidationsfeld

Der Deutschlandfunk berichtet über Forschung zu chemischen Reaktionen in Innenräumen. Dabei wird erläutert, dass Duftstoffe aus Parfüm oder Raumsprays mit oxidativen Prozessen in der Raumluft reagieren können. Diese Reaktionen können neue chemische Verbindungen entstehen lassen, die die Luftqualität in Innenräumen beeinflussen

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AP News, USA

Duftmarketing in der New Yorker U-Bahn (Grand Central Terminal)

Der Bericht von AP News beschreibt eine Werbeaktion, bei der in einem U-Bahn-Tunnel am Grand Central Terminal gezielt Duftstoffe verteilt wurden. Die Maßnahme macht sichtbar, dass Beduftung auch in öffentlichen Verkehrsmitteln eingesetzt wird, ohne dass gesundheitliche Auswirkungen systematisch geprüft oder berücksichtigt werden.

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Presseschau: Filme und Videos

Trailer zum Spilefilm Safe (1995)

Spielfilm Safe (1995)

Todd Haynes, Julianne Moore

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