Neuigkeiten und aktuelle Entwicklungen
Oktober 2026
Podcast „Das ist LIORA: unsichtbare Behinderungen“
Der neue Podcast „Das ist LIORA“ widmet sich unsichtbaren Behinderungen und den damit verbundenen Barrieren.
Britta Wilkens vom Allgemeinen Behindertenverband in Deutschland (ABiD) und Rebecca Lefèvre von der Initiative „Stille Stunde“ sprechen über die Erfahrungen Betroffener, Diskriminierung und gesellschaftliche Ausgrenzung.
Dabei stellen sie das Konzept LIORA vor und thematisieren nicht nur unsichtbare Barrieren im Alltag, sondern auch Strukturen, die einer gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit unsichtbaren Behinderungen entgegenstehen.
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Oktober 2026
Liora.Live am Tag der nicht sichtbaren Behinderungen
Wir sind viele!
Die Initiative Stille Stunde bringt Menschen mit unterschiedlichen nicht sichtbaren Behinderungen zusammen, um gemeinsam für unsere Rechte einzutreten. Das LIORA-Konzept beschreibt die Gemeinsamkeiten von nicht sichtbaren Behinderungen und der damit verbundenen Barrieren. Damit schafft es eine diagnosenübergreifende Grundlage, um auch nicht sichtbare Behinderungen endlich systematisch in Standards, Prozessen und Strukturen zu berücksichtigen.
Am 20. Oktober 2026 findet mit LIORA.Live auf Schalke eine große Veranstaltung statt. Mit Musik, Tanz, Mode, Poesie und Gesprächen wird an diesem Tag gefeiert und gemeinsam ein Zeichen für unsere Rechte und gesellschaftliche Teilhabe gesetzt.
Auch wer nicht vor Ort sein kann, wird gesehen: Für die Teilnahme per Livestream gibt es ebenfalls offizielle Online-Tickets! Die MCS-Atemluftinitiative Schleswig-Holstein ist als Kooperationspartner mit dabei. Wir freuen uns drauf!
20. Oktober, 17:00 bis 20:00 Uhr, Glückauf-Halle an der Veltins-Arena, Gelsenkirchen, und im Livestream.
Oktober 2026
Konferenz zur Innenraumluft in Gesundheitseinrichtungen
Am 30. Oktober findet in Rom die 3rd European Conference on Indoor Air Quality statt. Im Mittelpunkt steht diesmal die Innenraumluft in Gesundheitseinrichtungen.
Die Konferenz befasst sich mit chemischen und biologischen Schadstoffen, Primärprävention und Quellenkontrolle. Als mögliche Quellen werden unter anderem Baustoffe, Einrichtung und Reinigungsprodukte berücksichtigt. Ziel ist es, Maßnahmen für eine gesündere Innenraumluft in Gesundheitseinrichtungen weiterzuentwickeln.
Patientenorganisationen gehören ausdrücklich zu den angesprochenen Teilnehmergruppen; die Veranstaltung findet jedoch ohne Vorkehrungen für zugängliche Amtemluft statt und eine Online-Teilnahme ist nicht vorgesehen.
laufend (2026 ff.)
WHA: Resolution zur Innenraumluftqualität wird vorbereitet
Das Geneva Health Forum arbeitet mit internationalen Partnern an einer Resolution der Weltgesundheitsversammlung (WHA) zur Innenraumluftqualität. Ziel ist eine globale Strategie der WHO zur Verbesserung der Innenraumluftqualität. 2027 soll zunächst ein Policy Brief bei der WHA vorgestellt werden; die Resolution ist für 2028 vorgesehen.
September 2026
UN: Gesunde Innenraumluft in Schulen
Am 24. September fand am UN-Hauptsitz in New York das High-Level Side Event „Healthy Indoor Air in Schools: Every Breath Shapes Learning“ statt. Im Mittelpunkt standen Maßnahmen zur Verbesserung der Innenraumluft in Schulen, darunter staatliche Programme, Luftqualitätsmessung und Luftreinigung.
September 2026
Neue globale Datenbank zur Innenraumluftpolitik
Air Club, das Pandemic Center der Brown University und weitere Partner haben die Global Indoor Air Quality Policy Database veröffentlicht. Die erste Version erfasst 253 Regelungen aus 53 Ländern, darunter Gesetze, Leitlinien, Gebäudestandards und staatliche Programme.
Die Datenbank ermöglicht einen internationalen Vergleich, wie Innenraumluftqualität politisch geregelt und verbessert wird.
September 2026
EU-Forschung: Guideline für besseres Innenraumluftmanagement
Im Rahmen der EU-geförderten Forschungsprojekte des IDEAL Clusters wurde eine „Guideline for Indoor Air Management“ veröffentlicht. Sie beschreibt Maßnahmen zur Verbesserung der Innenraumluft durch Quellenkontrolle, emissionsarme Materialien und Produkte, Lüftung, Filtration und Monitoring.
Zu den konkreten Empfehlungen gehören auch der Verzicht auf Lufterfrischer und Duftspender sowie die Verwendung duftstofffreier Reinigungsprodukte.
März 2026
Internationaler Frauentag: Frauen mit MCS
Anlässlich des Internationalen Frauentags hat sich die MCS-Atemluftinitiative Schleswig-Holstein erneut mit der Situation von Frauen und Mädchen mit MCS beschäftigt. Frauen sind deutlich häufiger von MCS betroffen, gleichzeitig bleiben ihre Erfahrungen in Forschung, Medizin und Politik oft unbeachtet. Dabei berührt das Thema auch Fragen einer geschlechtergerechten Chemikalienpolitik: Viele chemische Belastungen entstehen in Bereichen, die stark auf Frauen ausgerichtet sind, etwa Kosmetika, Duftstoffe oder Reinigungsprodukte. Besonders deutlich wird dabei die intersektionale Diskriminierung von Frauen mit MCS, wenn Geschlecht, gesundheitliche Beeinträchtigung und Umweltbelastungen zusammenwirken.
März 2026
Rechtslage bei MCS
Ein neuer Hintergrundtext auf unserer Website beleuchtet die rechtliche Situationvon Menschen mit MCS. Chemische Barrieren werden rechtlich kaum erkannt, individuelle chemische Verwundbarkeit bleibt unberücksichtigt und Schutzmechanismen greifen oft nicht. Für viele Betroffene bedeutet das, dass grundlegende Rechte wie Gesundheitsschutz, Versorgung und gesellschaftliche Teilhabe faktisch nicht gesichert sind.
März 2026
UN: Menschenrecht auf saubere Luft beim Human Rights Council
Beim UN Human Rights Council wurde im März 2026 ein Bericht zum Menschenrecht auf saubere Luft vorgestellt. Die MCS-Atemluftinitiative Schleswig-Holstein beteiligte sich zuvor mit einer Stellungnahme am Konsultationsprozess. Darin wird beschrieben, wie chemische Luftbelastungen und Duftchemikalien für Menschen mit MCS zu Barrieren werden und ihre Teilhabe am öffentlichen Leben einschränken.
Februar 2026
Sammlung zahlreicher Studien zu MCS auf unserer Webseite
Wir haben eine Sammlung wissenschaftlicher Studien zu MCS zusammengestellt. Der Überblick umfasst inzwischen mehr als 70 Studien aus verschiedenen Fachgebieten und macht sichtbar, wie umfassend und wie belastbar und fundiert die wissenschaftliche Forschung zu MCS inzwischen ist.
Februar 2026
Studie: Erzwungene Isolation durch unsichtbare Barrieren: Internationale Umfrage zu den Auswirkungen von Duftstoffen auf die Lebensqualität
Frühere repräsentative Umfragen haben gezeigt, dass zwischen 20 und 35 % der erwachsenen Bevölkerung über gesundheitliche Auswirkungen beim Kontakt mit Duftstoffen berichten. Die vorliegende internationale Umfrage unter 3152 Personen mit einer, nach eigenen Angaben, bestehenden Duftstoffunverträglichkeit, befasst sich eingehender mit dieser Situation und erfasst Symptomberichte, Grunderkrankungen, Strategien zum Umgang mit einer Duftstoffsensibilität sowie die Auswirkungen auf die Teilnahme am sozialen Leben und die Lebensqualität.
Oktober 2025
UN: Leitlinien zu mehrfacher und intersektionaler Diskriminierung von Frauen und Mädchen mit Behinderungen
Wir haben eine Stellungnahme zu den besonderen Herausforderungen von Frauen mit MCS im im Rahmen des Beteiligungsprozesses eingereicht. Darin greifen wir die intersektionale Diskriminierung und mehrfache Benachteiligung von Frauen auf. Die Stellungnahme zeigt, wie Umweltfaktoren, Geschlecht und Behinderung zusammenwirken und warum MCS in den Diskussionen über strukturelle Benachteiligung und gesundheitliche Ungleichheit mit berücksichtigt werden muss.
Weitere Informationen und das vollständige Dokument finden Sie im Bereich Positionen und Stellungnahmen.
2025
IFRA veröffentlicht neue Liste der weltweit verwendeten Duftstoffe
Die International Fragrance Association (IFRA) hat eine aktualisierte Ausgabe ihrer sogenannten Transparenzliste veröffentlicht. Die Liste basiert auf anonymisierten Angaben von Duftstoffherstellern und weiteren Branchenakteuren und bündelt, welche Inhaltsstoffe weltweit in Duftkompositionen eingesetzt werden.
Die Liste umfasst 3.691 Stoffe, darunter 3.312 Duftstoffe im engeren Sinne sowie 379 funktionelle Inhaltsstoffe, die zur Stabilität und Leistung von Duftstoffen beitragen, wie Antioxidantien, Konservierungsstoffe oder Lösungsmittel. 1.021 Stoffe sind sogenannte natürliche komplexe Substanzen. Die Datengrundlage stammt aus der sogenannten Volume of Use Survey, einer regelmäßig durchgeführten Erhebung innerhalb der Branche.
Mit der Veröffentlichung wird sichtbar, wie groß die Vielfalt der eingesetzten Substanzen tatsächlich ist und auf welcher Datengrundlage die Branche ihre eigenen Transparenzinstrumente entwickelt.
(In der Kosmetikverordnung werden aktuell 26 Duftstoffe als allergen eingestuft).
Zur sogenannten Transparenzliste der IFRA
Mehr über die Liste
2025
American Medical Association (AMA): Duftstoffe sind ein Thema von Regulierung und Barrierefreiheit
Die American Medical Association stellt klar, dass gesundheitliche Beeinträchtigungen durch die Verwendung von Duftstoffen eine Frage von Regulierung und Gestaltung von Umweltbedingungen sind. Damit wird die Verantwortung bei Politik und Einrichtungen verortet und der Handlungsbedarf deutlich.
Luftverschmutzung aus dem Haushalt
Nicht nur Autoabgase verschmutzen die Luft in unseren Städten. Auch chemische Stoffe in Putzmitteln und Kosmetikprodukten tragen dazu bei. Georgios Gkatzelis ist solchen Quellen auf der Spur.
"Mit Messungen am Boden konnten wir in US-Städten bereits nachweisen, dass Haushaltschemikalien die Autoabgase als größte Quelle organischer Spurengase abgelöst haben", so Georgios Gkatzelis vom Forschungszentrum Jülich.
Studie: Accessible Indoor Air in the Built Environment
Goal of the study
This study will explore whether policies that support fragrance-free and scent-free spaces can help reduce or remove barriers in the built environment for people with environmental sensitivities. People with environmental sensitivities may have adverse reactions to something in the environment such as chemicals and perfumes.
Link ASC
Petition für mehr Rechte von MCS-Betroffenen in Europa
Auch in Europa müssen die Rechte Betroffener gestärkt werden.
Verbünden Sie sich und unterschreiben und teilen Sie die Peition, auch wenn Sie nicht selbst betroffen sind.
Wie riecht die Stadt der Zukunft?
Wissenschaftstalk „Spontan gefragt“ am 28.03.
Gestank und Duft - Gerüche beeinflussen das Klima in der Stadt. Darüber redet Markus Hengstschläger mit TUW-Prof. Dominik Stolzenburg und Musikkabarettistin Elli Bauer.
Eintreten für Gendergerechtigkeit bei giftigen Chemikalien: WECF auf der COP des BRS 2025
Zwischen dem 28. April und dem 9. Mai haben sich Regierungsvertreter:innen aus der ganzen Welt in Genf getroffen, um über drei internationale Abkommen zum Schutz der menschlichen Gesundheit und unserer Umwelt vor giftigen Chemikalien und Abfällen zu diskutieren.
"Die beste und nachhaltigste Lösung besteht darin, die Produktion und Verwendung giftiger Chemikalien einzustellen. Dies kommt allen Lebewesen zugute, unabhängig vom Geschlecht! Das Recht auf eine saubere, sichere, gesunde und nachhaltige Umwelt muss ernst genommen werden. Wie Sonia Buftheim es treffend formulierte: “Lasst uns von Risiken zu Rechten kommen!"
Auch lesenswert: "Geschlecht und Gefahrstoffe" von dem UN-Sonderberichterstatter für Giftstoffe und Menschenrechte, Marcos A. Orellana.
„Emissionen im Wandel: Wie Klimaerwärmung die Luftqualität beeinflusst"
Vortrag vom Forschungszentrum Jülich, 12.06.2025
"Tausende organische Gase – „Duftstoffe“ - gelangen sowohl durch menschliche Aktivitäten als auch durch natürliche Quellen in die Atmosphäre. Dort lösen sie komplexe chemische Reaktionen aus, die sowohl die Luftqualität als auch das Klima maßgeblich beeinflussen."
Zu finden unter den Aufzeichnungen des Forschungszentrums Lübeck:
Duftfreier Arbeitsraum an der Uni Bielefeld
"Alle Nutzer*innen verpflichten sich, am Nutzungstag auf synthetische Duftstoffe wie z.B. Parfüms, Haarspray, Aftershaves oder stark riechende Kosmetik usw. zu verzichten. "
Forschungszentrum Jülich forscht zu Haushaltschemikalien
CHANEL - wie passend, der Name...
Studie: Neurological susceptibility to environmental exposures: pathophysiological mechanisms in neurodegeneration and multiple chemical sensitivity
Neurologische Anfälligkeit für Umweltexpositionen: pathophysiologische Mechanismen in der Neurodegeneration und multiple chemischen-Sensitivität
Die Weltgesundheitsorganisation listet die Luftverschmutzung als eines der fünf größten Risiken für die Entwicklung chronischer nicht übertragbarer Krankheiten, des Beitritts zum Tabakkonsum, des schädlichen Alkoholkonsums, der ungesunden Ernährung und der körperlichen Inaktivität auf. Diese Überprüfung konzentriert sich darauf, wie sich die Abwehrmechanismen von Wirten gegen nachteilige Luftbestrahlungen auf die wahrscheinlichen interagierenden und überlappenden pathophysiologischen Merkmale der Neurodegeneration und der multiplen chemischen Empfindlichkeit beziehen.
CCOHS: Scent-Free Policy for the Workplace
Die Seite beschreibt, warum duftfreie Arbeitsumgebungen ein wichtiger Bestandteil von Arbeitsschutz und Prävention sind. Sie erläutert, wie Duftstoffe gesundheitliche Beschwerden auslösen können, und gibt konkrete Empfehlungen zur Einführung, Umsetzung und Kommunikation von Duftfrei Richtlinien am Arbeitsplatz.
Government of Canada, Canadian Centre for Occupational Health and Safety