Unsere Positionspapiere und Stellungnahmen

Hier veröffentlichen wir Beiträge der MCS-Atemluftinitiative Schleswig-Holstein zu politischen Konsultationen, Gesetzgebung und Menschenrechtsfragen.

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UN Konsultation · Menschenrecht auf saubere Luft · 2025

Submission "Protecting Clean Air"

2025 rief die UN-Sonderberichterstatterin für das Menschenrecht auf eine saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt, Astrid Puentes Riaño, zur Einreichung von Beiträgen zum Thema „Protecting Clean Air“ auf. Ziel ist es, politische Maßnahmen zum Schutz sauberer Luft zu entwickeln, siehe Aufruf.

Die MCS Atemluftinitiative Schleswig-Holstein brachte in diesen Konsultationsprozess die Perspektive von Menschen mit MCS ein. Chemische Luftbelastung kann für sie Barrieren schaffen und den Zugang zu öffentlichen Räumen, Dienstleistungen oder Wohnraum verhindern. Ein erheblicher Teil der Luftbelastung entsteht durch flüchtige organische Verbindungen (VOCs) aus Alltagsprodukten wie Reinigungsmitteln, Duftchemikalien oder Baumaterialien; Duftstoffe wirken dabei nicht nur auf die Personen, die Produkte verwenden, sondern auch auf Menschen in der Umgebung. Menschen mit MCS erleben bereits heute besonders deutlich, welche gesundheitlichen und sozialen Folgen chemische Luftbelastungen im Kontext der ökologischen Mehrfachkrise haben können. Der Beitrag fordert daher duftfreie und emissionsarme Umgebungen als Bestandteil von Barrierefreiheit sowie klare Regelungen zu VOC‑Emissionen und Duftchemikalien und mehr Forschung, Monitoring und öffentliche Aufklärung. 
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Der im Januar 2026 veröffentlichte Bericht der Sonderberichterstatterin beschreibt Luftverschmutzung als schwerwiegendes Gesundheits- und Menschenrechtsproblem. Er weist darauf hin, dass Luftschadstoffe zahlreiche Organe des menschlichen Körpers beeinträchtigen können. Der Bericht betont außerdem, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen stärker betroffen sind und besonderen Schutz benötigen, darunter Kinder, ältere Menschen, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen. Unter anderem verweist der Bericht auch auf die Bedeutung von Innenräumen und chemischen Luftschadstoffen, wie flüchtige organische Verbindungen (VOCs), die aus Alltagsprodukten wie Reinigungsmitteln, Kosmetika oder Baumaterialien freigesetzt werden.
Presseerklärung | Bericht & Annex (A/HRC/61/47, Astrid Puentes  Riaño, 12.01.2026) | Web UN TV vom 06.03.26

UN Konsultation · Leitlinien Intersektionalität Frauen und Mädchen mit Behinderungen · 2025

Submission „Entwurf der Leitlinien zu mehrfacher und intersektionaler Diskriminierung von Frauen und Mädchen mit Behinderungen“

2025 rief die UN zur Einreichung von Beiträgen für neue Leitlinien zum Umgang mit mehrfacher und sich überschneidender Diskriminierung von Frauen und Mädchen mit Behinderungen auf. Hintergrund ist die Feststellung, dass Staaten solche Diskriminierungslagen bislang häufig nicht ausreichend erkennen. Die UN sammelt dazu Beiträge aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Praxis, um Leitlinien zu entwickeln, die Staaten bei der besseren Berücksichtigung solcher Überschneidungen unterstützen sollen, siehe Aufruf.

Die MCS Atemluftinitiative Schleswig‑Holstein beteiligte sich an diesem Konsultationsprozess mit einem Beitrag zur Situation von Frauen mit MCS. Der Beitrag verdeutlicht die frauen‑ und gleichstellungspolitische Dimension der Erkrankung: Frauen sind überdurchschnittlich häufig betroffen. Geschlechtsspezifische Faktoren – etwa soziale Erwartungen, hormonelle Einflüsse und reproduktive Gesundheit – prägen sowohl das Erkrankungsrisiko als auch den Umgang mit MCS. Gleichzeitig werden körperliche Reaktionen von Frauen im medizinischen und sozialen Umfeld häufig bagatellisiert. Viele Betroffene erleben chemische Gewalt, etwa wenn sie wiederholt schädlichen Expositionen ausgesetzt sind oder ihre Schutzbedürfnisse nicht anerkannt werden. So entstehen Formen intersektionaler und mehrfacher Diskriminierung, in denen Geschlecht, Behinderung und Umweltbelastungen zusammenwirken. Der Beitrag fordert daher, umweltbedingte Belastungen und chemische Expositionen bei der Analyse mehrfacher Diskriminierung systematisch zu berücksichtigen. 
Link zur Submission:  pdf (Englisch) | pdf (Deutsch) | HTML (Deutsch)

Die Veröffentlichung des Entwurfs für die Leitlinien wurde für März 2026 angekündigt. 

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